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Mitte Altona – Block Ia.01

Mitte Altona – Block Ia.01
Teilnahme hochbaulicher Wettbewerb
Auslober: SAGA Siedlungs- Aktien Gesellschaft

 

Zentral im Bezirk Altona entsteht mit der „Mitte Altona“ ein neues Stück lebendige, zukunftsweisende Stadt. Das Baufeld la.01 bildet, nördlich von der Stresemannstraße kommend, das Tor zum neuen Quartier. Die bedeutende Lage als Quartiersspitze fordert einen Entwurf von hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität.

 

Der Bebauungsplan sieht an dieser Stelle eine fünf- bis siebengeschossige Blockrandbebauung vor.

Um diese vorgeschlagene Höhenstaffelung optimal zu gestalten, haben wir uns ausführlich mit dem bestehenden und kommenden Städtebau sowie den Sonnenständen beschäftigt. Der Gebäudekomplex setzt der erhöhten Lärmemmission der Bahn und der Stresemannstraße eine siebengeschossige, schallgeschütze Fassade gegenüber, während dieser sich zum neu entstehenden Quartier hin öffnet. Durch diese Öffnung nach Süden wirkt der Block nicht nur einladender, auch der gemeinschaftliche Innenhof sowie die dorthin orientierten Balkone werden nun optimal belichtet.

 

Um den massiven Block aufzulockern, haben wir das Gebäudeensemble in 10 individuelle Stadthäuser unterteilt. Hierfür wurden verschiedene, aufeinander abgestimmte helle Klinkersteine gewählt. Auch die verschiedenen Balkonbrüstungen und Ornamente in den Fassaden sowie das gezielte Setzen von Faschen und Versprüngen unterstützen die Einzelhausoptik. Alle Häuser verfügen über ein klares Sockelgeschoss, welches sich durch Ornamentik oder Material von den darüberliegenden Geschossen absetzt. An der Harkortstraße befinden sich im Sockelgeschoss Gewerbeeinheiten. Diese wurden zur Schaffung einer durchgehenden Geschäftsfassade entlang der Harkortstraße und zur Unterstützung einer hochwertigen Ausstrahlung in einer Einheit zusammengefasst.  Durch einen Betonstein im Langformat sowie einer Schattenfuge setzt sich die Geschäftsfassade optisch zu den darüber liegenden Wohngeschossen ab, wodurch diese wiederum eine leicht schwebende Anmutung erhalten.

Dem neuen Quartier zugewandt zeigt sich das Gebäudeensemble kleinteilig. Drei attraktive Maisonettewohnungen lockern das Erdgeschoss zusätzlich auf und erzeugen ein freundliches, belebtes Straßenbild. Hier befindet sich auch der einladende Zugang zu dem grünen Herzen des Komplexes: der Innenhof. Dieser ist als ansprechende Kombination aus einer Rampe mit max. 15% Steigung, sowie einer attraktiven Treppe gestaltet. Der Innenhof bietet neben einer kleinen Hügellandschaft mit großzügigen Kinderspiel- und Freiflächen auch private Außenräume für die angrenzenden Wohnungen. Die in den Innenhof gerichteten Balkone wurden dem Sonnenstand folgend ausgerichtet, um so die höchstmögliche Anzahl an Sonnenstunden und eine hohe Aufenthaltsqualität zu gewährleisten. Im Innenhof wurde durchgehend eine weiße Putzfassade sowie Balkonbrüstungen aus blickdichtem Milchglas gewählt. So erhält der grüne Mittelpunkt des Komplexes eine helle und freundliche Rahmung.

 

Inklusive der drei Maisonettewohnungen verfügt der Komplex über insgesamt 118 Wohneinheiten an zehn Treppenhäusern. Diese wurden jeweils mit einem krankentragenfähigen Aufzug ausgestattet, wodurch alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sind. Die Treppenhäuser liegen an den Fassaden und können so natürlich belichtet und belüftet werden. Die Hauseingänge wurden wettergeschützt und zur besseren Ablesbarkeit eingezogen.

 

Bei allen Wohnung wurde auf eine gute Möblierbarkeit sowie eine optimale Nutzbarkeit der Küchen und Bäder geachtet. Die Küchen sind jeweils als separater Raum  mit großzügigen Fenstern zur Belichtung und Durchlüftung geplant. Zudem haben alle Wohnungen die Möglichkeit, eine Waschmaschine und einen großzügigen Essplatz zu stellen. Alle Schlafräume wurden, auch für eine höhere Wohnqualität, zum ruhigen Innenhof ausgerichtet. Die gute Belichtung sowie die Ausrichtung der privaten Freisitze einer jeden Wohnung waren ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung der Grundrisse. Die Balkone, welche an der emissionsreichen Harkortstraße liegen und aufgrund der fehlenden Besonnung nicht zum Innenhof gerichtet werden konnten, sind über bewegliche Glaspaneele verschließbar, so dass emissions- und witterungsgeschützte Freiräume geschaffen werden können.

 



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